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Fallbericht Dezember 2017

Hanan Badr el-Din setzt sich gegen das Verschwindenlassen ein, denn ihr Ehemann zählt zu den vielen Personen, die in Ägypten in den vergangenen Jahren „verschwunden“ sind. Im Mai 2017 wurde sie bei der Suche nach ihrem Mann festgenommen und fälschlicherweise der „Mitgliedschaft in einer verbotenen Gruppierung“ angeklagt. Ihr drohen mindestens fünf Jahre Haft.

Hanan Badr el-Din hatte ihren Mann zuletzt im Fernsehen gesehen, als er nach Protesten im Juli 2013 verwundet in eine Klinik kam. Doch als sie ihn dort besuchen wollte, war er nicht auffindbar. Sie suchte Polizeiwachen, Gefängnisse, Krankenhäuser und Leichenhallen auf, um etwas über sein Schicksal zu erfahren – ohne Erfolg. Gemeinsam mit anderen Betroffenen gründete Hanan Badr el-Din daher im Jahr 2014 die Organisation „Familienkoalition der Opfer des Verschwindenlassens“ und forderte öffentlich Aufklärung über das Schicksal der „Verschwundenen“. Diese Menschenrechtsarbeit dürfte der wahre Grund für ihre Inhaftierung und strafrechtliche Verfolgung sein.

Die ägyptischen Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Jahren Hunderte Menschen verschwinden lassen. Die Regierung bestreitet dies jedoch. Die Opfer sind meist politische Aktivisten, Protestierende oder Studierende, bis hin zu minderjährigen Schülern.

bgdv Dez 2017_Aegypten_D.doc

bgdv Dez 2017_Aegypten_E.doc

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