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30.11.2012: Für das Leben - Gegen die Todesstrafe Am 30.11. fand auf dem Deutschordensplatz eine ökumenische Andacht statt, die gemeinsam von Vertretern beider Kirchen und Amnesty Bad Mergentheim veranstaltet wurde. Ihr Anliegen war die weltweite Abschaffung der Todesstrafe. Die Aktion wurde begleitet von einer farbiger Schlossillumination Mit dieser Veranstaltung von Amnesty Bad Mergentheim schloss sich die örtliche Menschenrechtsgruppe dem internationale Netzwerk „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ („Cities for Life“) an, in dem Städte rund um den Erdball zu diesem Zeitpunkt durch Erleuchtung öffentlicher Gebäude oder Baudenkmäler ein Zeichen setzen für die Bedeutung des Lebens und gleichzeitig die Ablehnung der Todesstrafe.

Die Argumente gegen die Todesstrafe sind eindeutig und überzeugend:

- Sie verstößt gegen das Grundrecht eines jeden Menschen auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.
- Noch nie konnte eine abschreckende Wirkung nachgewiesen werden.
- Sie ist unumkehrbar. Es sind schon viel zu viele Unschuldige hingerichtet worden.
- Sie verhindert jede Chance auf Rehabilitation eines Kriminellen.
- Todesurteile treffen überdurchschnittlich viele Menschen in Armut oder ethnische und religiöse Minderheiten.
- Ein Staat darf nicht zum Mörder und Rächer werden.

Der weltweite Trend ist eindeutig: Die Todesstrafe ist auf dem Rückzug. Seit 1973 ist ihre Abschaffung eines der wichtigsten Anliegen von Amnesty International. Damals hatten gerade mal 13 Staaten sie vollständig abgeschafft, heute sind es schon 97 Länder. Mit Ausnahme von Belarus wird sie in Europa und Zentralasien nicht mehr vollstreckt, aus Lateinamerika und Ozeanien ist sie fast völlig verschwunden, nur noch 57 Staaten halten nach wie vor an ihr fest. Allerdings darf dieser positive Trend nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor ein Großteil der Weltbevölkerung in Staaten lebt, in denen immer noch Todesurteile ausgesprochen und vollstreckt werden. Dabei sind allerdings nur 5 Staaten (China, Iran, USA, Saudi-Arabien und Pakistan) für 93% aller Hinrichtungen verantwortlich. Der Kampf gegen diese grausame und entwürdigende Strafe ist also noch nicht gewonnen, Zusammen mit mehr als 130 Nichtregierungsorganisationen setzt sich Amnesty International weiter dafür ein, dass die Todesstrafe in nicht allzu ferner Zukunft einer finsteren Vergangenheit angehört.