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16.12.2012: Briefmarathon 2012 Nach der überaus erfolgreichen Teilnahme von Amnesty Bad Mergentheim am weltweiten Amnesty-Briefmarathon im Jahre 2010 nahm die Gruppe in diesem Jahr wieder an dieser Aktion teil. Sie fand vom 07.-16.12. statt und wurde unter der Schirmherrschaft von OB Udo Glatthaar am Freitag, 07.12., im Rathaus eröffnet. In den folgenden Tagen war an verschiedenen öffentlichen Orten Gelegenheit, sich für drei Einzelfälle durch Unterschreiben von Appellbriefen einzusetzen. Am Ende der Aktion konnte Erika Mögel, Kassenwartin der Gruppe, 629 Appellbrief nach China, Sudan und USA aufgeben

Unter dem Motto „Dein Brief kann Leben retten“ setzen sich Menschen in aller Welt um den 10.12.herum, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, mit Appellbriefen für Menschen ein, die Menschenrechtsverletzungen erleiden müssen.

Im Briefmarathon 2011 gingen weltweit über 1,3 Millionen Briefe, E-Mails und Faxe an Regierungsbehörden oder direkt an Betroffene. Amnesty International kann in diesem Jahr auf eine beeindruckende Anzahl von Erfolgen (www.amnesty.de/Briefmarathon) zurückblicken, die zeigen, dass Menschen in Unrechtsstaaten ganz konkret geholfen werden kann.

Die Appellbriefe aus Bad Mergentheim setzten sich ein:

- Für den Rechtsanwalt Gao Zhisheng. Er zählt zu den prominentesten Menschenrechtsverteidigern Chinas. Wegen seines Engagements wurde er gefoltert, unter Hausarrest gestellt, verschleppt und monatelang an geheimen Orten festgehalten. Derzeit ist der 48­Jährige in einem abgelegenen Gefängnis im Nordwesten des Landes inhaftiert.

- Für die Kunststudentin Safia Ishaag. Sie engagiert sich in der sudanesischen Jugendbewegung „Girifna“. Im Februar 2011 wurde sie von Mitarbeitern des Geheimdienstes vergewaltigt. Nachdem sie damit an die Öffentlichkeit ging, wurde sie so unter Druck gesetzt, dass sie ins Ausland fliehen musste. Auch andere Mitglieder von „Girifna“ werden immer wieder Opfer staatlicher Unterdrückung.

- Für Hussain Almerfedi. Er ist seit über neun Jahren in Guantánamo inhaftiert – ohne Anklage oder Gerichtsverfahren. 2010 entschied ein US- Richter, dass die Inhaftierung des jemenitischen Staatsbürgers rechtswidrig sei und er freigelassen werden müsse. Dies wurde jedoch von der US-Regierung verhindert.

Standorte der Amnesty-Aktion waren die Stadtbücherei, die Buchhandlung Moritz und Lux, die Kurverwaltung, die Fußgängerpassage des Aktiv-Centers und die Volksbank. Auch das Deutschorden-Gymnasium und die Gewerbliche Schule beteiligten sich im Rahmen des Religionsunterrichts an der Briefaktion.